Schattenseiten einer Schwangerschaft –

Wieso psychisch auffällige Mütter unsere

Hilfe brauchen

Fachstelle Frühe Hilfen des Caritasverbands Rhein-Mosel-

Ahr und der Evangelischen Kirchengemeinde Maifeld Teil des

Runden Tischs

14.6.2019 | „Die Schwangerschaft zu hassen, heißt nicht, dass wir unsere Babys hassen, und depressiv zu sein, heißt nicht, dass wir es hassen, Mütter zu sein. Manchmal ist das einfach Chemie.“ Diesen Satz offenbarte eine mutige Mutter. Diese Mutter hat es geschafft - trotz des gesellschaftlichen Drucks - ihre Gefühle in ihrer Schwangerschaft ehrlich zu beschreiben. Neben den Glücksgefühlen, die eine Schwangerschaft mit sich bringt, gibt es auch die Schattenseiten. Diese Schattenseiten durchleben derzeit 10 bis 15 Prozent aller Frauen in Deutschland. Die Dunkelziffer ist unbekannt. Einige Teilnehmer der Auftaktveranstaltung „Psychisch auffällige Mütter rund um die Geburt“. Initiatoren: 1.v.l. Sabine Schmengler (Netzwerkkoordinatorin Stadtjugendamt Koblenz), 3.v.l. Gabriele Teuner (Netzwerk- koordinatorin Kinderschutz-Kindergesundheit Kreisjugendamt Mayen-Koblenz) sowie Birgitt Loser-Hees 2.v.l. und Kerstin Dörnen-Rötering 6.v.l. von der Fachstellen Frühe Hilfen. Aus diesem Grund haben sich, auf Einladung der Netzwerkkoordinatorin Kinder- schutz-Kindergesundheit des Landkreises Mayen-Koblenz, Gabriele Teuner, und der Netzwerkkoordinatorin Kindeswohl der Stadt Koblenz, Sabine Schmengler, multi- professionelle Fachkräfte aus den Arbeitsfeldern Medizin, Soziale Arbeit, Geburts- hilfe, Jugendamt, Psychotherapie und Beratungsstellen getroffen und einen Runden Tisch zum Thema „Psychisch auffällige Mütter rund um die Geburt“ ins Leben gerufen. Mit dabei auch die beiden Caritas-Mitarbeiterinnen Kerstin Dörnen- Rötering und Birgitt Loser-Hees von der Fachstelle Frühe Hilfen, eine Kooperation von Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. und Evangelischer Kirchengemeinde Maifeld. Mit großem Bedauern wurden aus allen Bereichen große Versorgungslücken in Koblenz und dem Bereich des Kreisjugendamts Mayen-Koblenz zurückgemeldet. Die Zahl der ambulanten und niedrigschwelligen Therapieangebote ist ver- schwindend gering. Therapieplätze für betroffene Frauen liegen meist bei einer Wartezeit zwischen 6 und 16 Monaten. Gerade für akut betroffene Frauen und deren Kinder kann das gravierende Folgen haben. Eine schnelle therapeutische Anbindung wäre nötig, um Krisen abzuwenden und Frauen den Leidensdruck zu nehmen. Auch wenn die jeweiligen Beratungsstellen/Institutionen Schwangere und Mütter therapeutisch anbinden möchten, ist das in der Region nicht ohne weiteres möglich, da schlichtweg das Angebot fehlt. Der Runde Tisch kam gemeinsam zu dem Entschluss, dass ein ambulantes, therapeutisches Angebot geschaffen werden muss, um Betroffenen schnelle Hilfen zu vermitteln. Der Arbeitskreis sieht die Notwendigkeit ein Angebot zu schaffen, das psychisch kranken Müttern auch kurzfristig Erstgespräche ermöglicht, um diesen ihren Leidensdruck zu mildern und Krisen zu vermeiden. Hier sind die Politik und die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz gefragt, diese gravierende Versorgungslücke zu schließen. Ein Blick auf andere Städte zeigt, dass es geht. Zu nennen ist zum Beispiel die LWL Klinik Dortmund, die das Projekt „Eltern sein“ ins Leben gerufen hat. Dieses bietet eine wöchentliche Beratung für psychisch kranke Eltern, welche in Form eines Gruppen- oder Einzelangebotes wahrgenommen werden kann. Ziel dieses Angebotes ist die Entlastung der psychisch kranken Eltern und deren Kinder, die Stärkung der Elternkompetenz, sowie ggf. die Vermittlung weiterer Hilfsangebote. Die Fachkräfte sind sich einig: wir benötigen ein ambulantes, therapeutisches Angebot, um Frauen in dieser schwierigen Phase aufzufangen. Beratungsstellen und Institutionen müssen eine Möglichkeit erhalten, ihre Klientinnen und Patientinnen in professionelle Hände geben zu können.

Schattenseiten einer

Schwangerschaft – Wieso

psychisch auffällige Mütter

unsere Hilfe brauchen

Fachstelle Frühe Hilfen des

Caritasverbands Rhein-Mosel-

Ahr und der Evangelischen

Kirchengemeinde Maifeld Teil

des Runden Tischs

14.6.2019 | „Die Schwangerschaft zu hassen, heißt nicht, dass wir unsere Babys hassen, und depressiv zu sein, heißt nicht, dass wir es hassen, Mütter zu sein. Manch- mal ist das einfach Chemie.“ Diesen Satz offenbarte eine mutige Mutter. Diese Mutter hat es geschafft - trotz des gesellschaftlichen Drucks - ihre Gefühle in ihrer Schwanger- schaft ehrlich zu beschreiben. Neben den Glücksgefühlen, die eine Schwangerschaft mit sich bringt, gibt es auch die Schattenseiten. Diese Schattenseiten durchleben derzeit 10 bis 15 Prozent aller Frauen in Deutschland. Die Dunkelziffer ist unbekannt. Einige Teilnehmer der Auftaktveranstaltung „Psychisch auffällige Mütter rund um die Geburt“. Initiatoren: 1.v.l. Sabine Schmengler (Netzwerkkoordinatorin Stadtjugend- amt Koblenz), 3.v.l. Gabriele Teuner (Netzwerk- koordinatorin Kinderschutz-Kindergesundheit Kreis- jugendamt Mayen-Koblenz) sowie Birgitt Loser-Hees 2.v.l. und Kerstin Dörnen-Rötering 6.v.l. von der Fachstellen Frühe Hilfen. Aus diesem Grund haben sich, auf Einladung der Netzwerkkoordinatorin Kinderschutz- Kindergesundheit des Landkreises Mayen- Koblenz, Gabriele Teuner, und der Netzwerk- koordinatorin Kindeswohl der Stadt Koblenz, Sabine Schmengler, multiprofessionelle Fachkräfte aus den Arbeitsfeldern Medizin, Soziale Arbeit, Geburtshilfe, Jugendamt, Psychotherapie und Beratungsstellen getroffen und einen Runden Tisch zum Thema „Psychisch auffällige Mütter rund um die Geburt“ ins Leben gerufen. Mit dabei auch die beiden Caritas-Mitarbeiterinnen Kerstin Dörnen-Rötering und Birgitt Loser- Hees von der Fachstelle Frühe Hilfen, eine Kooperation von Caritasverband Rhein- Mosel-Ahr e.V. und Evangelischer Kirchengemeinde Maifeld. Mit großem Bedauern wurden aus allen Bereichen große Versorgungslücken in Koblenz und dem Bereich des Kreisjugend- amts Mayen-Koblenz zurückgemeldet. Die Zahl der ambulanten und niedrigschwelligen Therapieangebote ist verschwindend gering. Therapieplätze für betroffene Frauen liegen meist bei einer Wartezeit zwischen 6 und 16 Monaten. Gerade für akut betroffene Frauen und deren Kinder kann das gravierende Folgen haben. Eine schnelle therapeutische Anbindung wäre nötig, um Krisen abzuwenden und Frauen den Leidensdruck zu nehmen. Auch wenn die jeweiligen Beratungsstellen/Institutionen Schwangere und Mütter therapeutisch anbinden möchten, ist das in der Region nicht ohne weiteres möglich, da schlichtweg das Angebot fehlt. Der Runde Tisch kam gemeinsam zu dem Entschluss, dass ein ambulantes, therapeutisches Angebot geschaffen werden muss, um Betroffenen schnelle Hilfen zu vermitteln. Der Arbeits- kreis sieht die Notwendigkeit ein Angebot zu schaffen, das psychisch kranken Müttern auch kurzfristig Erstgespräche ermöglicht, um diesen ihren Leidensdruck zu mildern und Krisen zu vermeiden. Hier sind die Politik und die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz gefragt, diese gravierende Versorgungslücke zu schließen. Ein Blick auf andere Städte zeigt, dass es geht. Zu nennen ist zum Beispiel die LWL Klinik Dortmund, die das Projekt „Eltern sein“ ins Leben gerufen hat. Dieses bietet eine wöchentliche Beratung für psychisch kranke Eltern, welche in Form eines Gruppen- oder Einzelangebotes wahrgenommen werden kann. Ziel dieses Angebotes ist die Ent- lastung der psychisch kranken Eltern und deren Kinder, die Stärkung der Elternk- ompetenz, sowie ggf. die Vermittlung weiterer Hilfsangebote. Die Fachkräfte sind sich einig: wir benötigen ein ambulantes, therapeutisches Angebot, um Frauen in dieser schwierigen Phase aufzufangen. Beratungsstellen und Institutionen müssen eine Möglichkeit erhalten, ihre Klientinnen und Patientinnen in professionelle Hände geben zu können.